Nr. 3 September 2005
Die Christophorusgemeinde
wünscht Allen
eine schöne Sommerzeit
und einen erholsamen
und interessanten Urlaub

Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile. Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschlichter über euch gesetzt? Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.

Liebe Scheerstaaner,
liebe Mitglieder unserer Christophorusgemeinde,

da sage mal einer, die Bibel wäre ein veraltetes und weltfremdes Buch! Dies Wort beweist doch aufs neue, dass sie alles andere als das ist, oder?

Was mehr bestimmt denn unsere aktuelle politische Diskussion als dieses Thema:  "Wer bekommt was". Eine neue Partei hat sich gar gebildet, die sich auf die Fahnen schreibt: wir verteilen die Güter gerechter. Wir sorgen endlich für Arbeitsplätze. Wir nehmen den Reichen mehr Geld ab und geben es den Bedürftigen. Klingt alles sehr gut und leuchtet vielen auch ein. Aber eigentlich wollen das ja auch alle anderen Parteien irgendwie schaffen - allein: es fehlen die Erfolge.

Ja, die Verteilung von Arbeit und Wohlstand in unserer Gesellschaft, die ist wirklich das brennende Thema. Bekannt seit Jahren ist, dass der Bedarf an Arbeitskraft insgesamt schlicht weniger wird. Maschinen und Computer ersetzen nun einmal viele Arbeitskräfte, der Bedarf sinkt. Wie also kann Arbeit und Geld auf neue Weise  gerechter verteilt werden, so dass alle Anteil bekommen? Das wäre wohl die weiterführende Frage. Und nicht die Illusion, man könnte auf irgendeinem geheimnisvollen Wege doch wieder Vollzeitarbeitsplätze für alle schaffen.

Jesus zeigt sich bei diesem Thema einmal mehr als sehr anspruchsvoll: der ganze Streit ist ihm zuwider. Er ist in seinen Augen überflüssig. Es lebt doch niemand davon, dass er viele Güter hat! Und wenn wir uns von der Habgier frei machen, dann ist das Problem von selbst gelöst: Dann teilt der Reiche ohne Probleme mit dem, der wenig hat. Dann verlangt keiner mehr als das, was zu einem frohen Leben notwendig ist.

Ich glaube in der Tat, dass wir in Zukunft das Teilen auf neue Weise und besser werden lernen müssen, damit der vorhandene Wohlstand auch bei den Menschen ankommt. Entscheidend dabei wird sein, dass viele Menschen erkennen: niemand lebt davon, dass er viele Güter hat!

Herzlich grüßt Sie
Ihr Pfarrer Jörg Mohn

Vom Hafenfest

Auch beim diesjährigen Hafenfest war eine große Gemeinde zum ökumenischen Gottesdienst in der Söhnleinanlage versammelt.
Unter freiem Himmel fand bei schönstem Wetter der Gottesdienst statt, der vom Posaunenchor Liebenscheid musikalisch gestaltet wurde. Die Pfarrer der drei Schiersteiner Gemeinden leiteten gemeinsam die Liturgie und spendeten der ökumenischen Gemeinde am Ende auch gemeinsam den Segen.

Pfarrerin Christine Beutler-Lotz von der Schaustellerseelsorge fesselte in ihrer lebensnahen und praktischen Predigt die Anwesenden:

Auch Umwege im Leben können der Navigation Gottes entsprechen, so ihre Botschaft. Manchmal genüge eine Wechsel der Blickrichtung, um in verfahrener Lage ganz neue Perspektiven zu erkennen (siehe rechts).

 

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