Der Blick vom Kirchturm Nr. 3 September 2003 Nachlese zu unserem Sommerfest

Unser Sommerfest am 21. und 22. Juni war rundherum gelungen. Petrus schenkte uns üppigen Sonnenschein und somit viele Gäste. Edle Spender bedachten uns mit Tombola-Gewinnen, Salaten und Kuchen.

Durstbekämpfungsmittel mancherlei Art waren reichlich vorhanden und auch nötig, und die Steaks und Würstchen wurden nahezu restlos weggeputzt.

Unsere darbende Gemeindekasse konnte sich wieder einmal eines warmen Regens erfreuen.

CVJM und KITA sorgten für ein buntes Programm und die Friedensfahne wurde stetig größer und bunter, da viele große und kleine Künstler kreativ tätig waren.

"Herr, stell eine Wache vor meinen Mund,
eine Wehr vor das Tor meiner Lippen." Ps. 141,3

Liebe Scheerstaaner,
liebe Mitglieder unserer Christophorusgemeinde,

da sage mal einer, die Bibel wäre ein veraltetes und weltfremdes Buch! Dies Wort beweist doch aufs neue, dass sie alles andere als das ist, oder?

Wer kennt das denn nicht aus dem eigenen Leben: „Oh je, was ist mir da herausgerutscht, das ist aber gar nicht so angekommen, wie ich das gewollt habe." Immer wieder passiert das, und wir und andere werden Opfer unserer Spontaneität. Man hat jemanden verletzt, ohne es zu wollen. Das Wort kam einfach zu schnell, zu unbedacht heraus.

Eine Erfahrung, die den Alltag durchzieht. Und es ist gar nicht leicht, damit umzugehen. Völlig kontrolliert reden, am besten wenig und wenn, dann dreimal durchdacht: darum kann es ja auch nicht gehen. Das wäre ein langweiliges, ein steriles Miteinander. Aber einfach alles rauslassen, das geht eben auch nicht. Beim Sprechen haben wir eine Verantwortung auch für die, die unsere Worte hören. Eine ganz kleine Veränderung der Sache, eine ganz kleine Zusammenstellung von Dingen, die nichts miteinander zu tun haben: und schon ist das tollste und falscheste Gerücht losgetreten, das man sich denken kann. Daran erinnert das Psalmwort. Darum muss eine Wache an unserem Mund stehen, muss eine Bremse da sein, die etwas Unbedachtes zurückhalten kann, damit nicht ein Scherbenhaufen zurückbleibt.

Herr, stell eine Wache vor meinen Mund!

Die soll uns nicht die Spontaneität und die Freude am Gespräch nehmen. Sie soll aber den anderen schützen vor unbedachten Äußerungen, die Gerüchte auslösen, verletzen und Beziehungen zerstören. Weil Worte Großes anrichten können, darum erinnert uns das Bibelwort: geht bedacht, geht liebevoll mit euren Worten um! Gute und freundschaftliche Beziehungen unter den Menschen in Nachbarschaft, Gemeinde und Ort sind der Lohn dafür!

Ihr Pfarrer Jörg Mohn

Vor, während und nach dem Fest sah man viele fleissige Hände.
Allen, die gespendet, gearbeitet, gemalt, gesungen, getanzt usw. usw. haben, sei herzlich gedankt.

Glück auf zum nächsten Sommerfest!       HL

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Viele Gäste, darunter auch zahlreiche Passanten, ließen es sich im Schatten bei Speise und Trank wohlergehen.

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Die "Minis" der Kindertagesstätte zeigten begeistert, was sie gelernt hatten.

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