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Baubeschreibung
Kirche und Kirchturm
Die Kirche wurde wie üblich in Ost-West-Richtung mit dem Chor im Osten errichtet. Die Grundrissmaße außen (Länge 24 Meter, Breite 15 Meter) entsprechen genau dem Goldenen Schnitt (1:1,618). Die hervorragende Akustik des Innenraumes dürfte mit darauf zurückzuführen sein.
Scheffer (der Architekt) hatte aus in seinem überarbeiteten Entwurf für die Kirche aus Kostengründen auf einen steinernen Turm verzichtet und statt dessen den Turm (eine sog. Welsche Haube) ohne eigenes Fundament dem Dachstuhl aufgesetzt. Der Turm wurde entgegen entgegen der üblichen Praxis im Osten auf dem Dachstuhl positioniert, damit von direkt hinter der Kanzel aus geläutet werden konnte.
Die Turmstange trägt die Weltkugel, das Kreuz und den Wetterhahn (als Mahnung an Petri Verlegnung).
Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst. (Matthäus 26,34)
Das Gebälk und der Dachstuhl sind aus Tannenholz aus dem Fichtelgebirge. Die dünne Decke aus stuckierter Leinwand hängt an einem gewaltigen Balken, der von Ost nach West läuft. Da das Gewölbe keine Stützen hat, spricht man von einer Saalkirche. Während das Äußere eher schlicht gehalten ist, zeigt sich der Innenraum in Farbigkeit, Lebendigkeit und Detailfreude des Rokoko.

