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La passione di nostro signore Gesù Cristo
Antonio Salieri
Wer kennt sie nicht, die wenig schmeichelhafte Darstellung des Komponisten Antonio Salieri im Oscar-gekrönten Film "Amadeus" aus dem Jahr 1984. Und auch heute noch steht Salieri im Schatten Mozarts – wenn auch zu unrecht, da seine Werke immer häufiger zu hören sind.
Dies gilt im Besonderen auch für La Passione (zu deutsch: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus). Sehr zu Recht, wie man sagen muss! Schon der berühmte Textdichter Metastasio war begeistert. Sein Libretto von 1730, noch ein Prototyp des italienischen katholischen Oratoriums, wurde insgesamt über siebzigmal vertont. Salieris Passion aus dem Jahr 1776 jedoch hielt er für „die ausdrucksvollste von allen, die auf dieses Gedicht gemacht wurden“ – ein großes Lob für den damals erst 26-jährigen Komponisten.
Salieris Werk spart nicht an Dramatik, vokaler Brillanz und Koloraturen, mit einer spürbaren Nähe zur Opera seria. Auch bei Zeitgenossen war das Oratorium ausgesprochen beliebt. Es erzählt die Leidensgeschichte Jesu aus der Sicht von vier handelnden Personen, sodass jeder Vokalsolistenpart einer Rolle zugeordnet ist: Maddalena (Maria Magdalena), Giovanni (Johannes der Evangelist), Pietro (Petrus) und Giuseppe d’Arimatea (Josef von Arimathäa)– ein ganz persönlicher Blick auf das Geschehen.
Samstag, 7. März 2026 | 19:30 Uhr, Marktkirche Wiesbaden
Stefanie Knorr | Sopran
Seda Amir-Karayan | Alt
Theodore Browne | Tenor
Thomas Gropper | Bass
Schiersteiner Kantorei
Barockorchester La Vivezza
Clemens Bosselmann | Leitung


