Auf dem Weg zum Nachbarschaftsraum

„Wiesbaden-Rheingau“

Die Bildung von Nachbarschaftsräumen (NBRs) ist einer der von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) angestoßenen Prozesse, mit denen sie auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagiert. Ziel ist es, die Kirchengemeinden vor Ort fit für die Zukunft zu machen – trotz sinkender Mitgliederzahlen und abnehmender Kirchensteuereinnahmen.

In einem NBR werden mehrere Kirchengemeinden zu einer größeren Einheit zusammengefasst, die Verwaltung soll vereinfacht und die unterschiedlichen Schwerpunkte und Kompetenzen in den einzelnen Gemeinden sollen für einen größeren Raum nutzbar gemacht werden.

Inzwischen wurden innerhalb der EKHN insgesamt 159 NBRs gebildet. Unser Nachbarschaftsraum Wiesbaden-Rheingau umfasst folgende Gemeinden: die Christophorusgemeinde, die Kirchengemeinde TRIANGELIS Eltville-Erbach-Kiedrich und die Gesamtgemeinde Oberer Rheingau. Diese Gesamtgemeinde ist ein seit Januar 2026 bestehender Zusammenschluss von 4 Gemeinden, nämlich der Auferstehungsgemeinde, der Dreikönigsgemeinde, der ev. Kirchengemeinde Schelmengraben und der Heilandsgemeinde Walluf.

Die drei NBR-Gemeinden werden künftig als Arbeitsgemeinschaft zusammenarbeiten, eine entsprechende Satzung ist auf den Weg gebracht und wird spätestens zum 1.Januar 2027 in Kraft treten. Unser NBR wird dann ein gemeinsames Gemeindebüro (im Gemeindehaus der Dreikönigsgemeinde im Nelkenweg) haben und einen geschäftsführenden Ausschuss, der sich aus Mitgliedern der Kirchenvorstände aller Gemeinden zusammensetzt. Dieser geschäftsführende Ausschuss soll künftig für die Aufgaben und Entscheidungen zuständig sein, die alle Gemeinden des NBR betreffen und miteinander abgeklärt werden müssen.

In den einzelnen Gemeinden wird es aber natürlich weiterhin Kirchenvorstände geben, die sich um die Belange vor Ort kümmern werden und auch vor Ort ansprechbar sind. Es werden also weiterhin Gemeindefeste, Seniorenkreise, Martinsumzüge etc. geplant werden und unser Christophorushaus wird auch künftig ein Zentrum unserer Gemeinde sein und ein Zuhause für unsere Kita, die Jugendarbeit, die Schiersteiner Kantorei und die Wohngruppen des Diakonischen Werkes.

Die Gottesdienste im gesamten NBR werden künftig von einem Verkündigungsteam geplant, in dem die Pfarrer, Pfarrerinnen, Gemeindepädagogen etc. miteinander Vertretungen und Kooperationen abstimmen und neue Formate entwickeln, wie z.B. den sehr schönen gemeinsamen Gottesdienst aller Gemeinden des NBR im letzten September auf der Bubenhäuser Höhe. 

In unserer Christophoruskirche werden auch künftig regelmäßig Gottesdienste nach unserer Ordnung stattfinden, die, wie bisher auch, immer wieder mal durch alternative Formate (Familiengottesdienste, Jugendgottesdienste etc.) unterbrochen werden. Und auch das Pfarrhaus wird weiterhin zur Christophorusgemeinde gehören. Es kann also darauf gehofft werden, dass weiterhin ein Pfarrer/eine Pfarrerin, ggf. mit Familie im Ort wohnt und mitlebt.

Bei so vielen bevorstehenden Veränderungen kommen sicherlich auch viele Fragen auf. Um über diese Fragen und über Wünsche für die Zukunft ins Gespräch zu kommen ist geplant, am 26.April nach dem Gottesdienst eine offene Fragestunde mit Pfarrer Dr. Mohn und Mitgliedern des Kirchenvorstandes anzubieten, in der Fragen beantwortet und Ideen diskutiert werden können. Seien Sie dabei!

Im vergangenen Jahr fand der erste gemeinsame Gottesdienst des Nachbarschaftsraums in der Christophoruskirche statt.