Offen Kirche beim Hafenfest

Bericht von meiner Aufsicht in der Christophoruskirche


Ich habe mich wirklich gefreut, den Dienst zu übernehmen, erwartete einen kühlen Kirchenraum, und so war es. Ich hatte noch eine halbe Stunde Zeit und wurde prompt angesprochen.

„Ist die Tür offen?“ Noch nicht ...

Vier Besucher hatten sich gefreut, mit mir ins Gespräch zu kommen. Herr? war Konfirmand (Jahrgang 1947), von Gießen, hat seine Oma in der Backfischgasse besucht. Einstmals hatte er sich einen Stempel vom damaligen Pfarrer geholt, der ihn vor versammelter Gemeinde lobte, was ihm als junger Bub sehr peinlich war. Wir lachten lauthals und weitere Fragen sprudelten, deshalb bekam er auch Unterlagen für ein Wiederkommen. Um kurz vor zwei wurde geöffnet. Küster Kummert hatte mich zwei mal darauf hingewiesen, die Tür nur einen Spalt zu öffnen.

Kaum war ich alleine, flog erst die Seitentür und dann der Haupteingang zu. Nach kurzer Überlegung habe ich meine Sandalen und das mitgebrachte „Schiersteiner Leben“ vom Verkehrsverein eingeklemmt. Dann hatte ich einen ruhigen Platz gefunden und die Ruhe war vorbei. Drei Besucher setzten sich gleich am Seiteneingang hin und ich war vorbereitet. Zwei junge Männer und ein älterer Mann, der polnisch sprach, verabschiedeten sich in deutscher Sprache: „Papst ist in Chicago!“ Mit einer kleinen Wasserflasche eilte er weiter und in seinen Augen spiegelte sich Dankbarkeit.

Barfußlaufen ist in der Christophoruskirche ein großes Vergnügen!

Rita Löhr